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Stuttgartnacht - "von ällem ebbes"

Bühne frei für über 500 Auftritte

Bei der Stuttgartnacht hatten Kulturliebhaber die Qual der Wahl




"Von ällem ebbes" - so hat es der Schwabe gern. Reinhören, zuschauen, mitmachen und selbst ausprobieren - all das war bei der Stuttgarter Nacht am Samstag, 18. Oktober wieder einmal möglich.  
Charmante Wohnzimmerkonzerte, stimmgewaltige Musiker, grooviger Live-Jazz, Tanz und Theater auf höchstem Niveau wurde den Stuttgartern Kulturliebhaber geboten. Eine Nacht lang traf Klassisches auf Kurioses, Beliebtes und Bizarres: 



Über 500 Programmpunkte in mehr als 70 ausgewählten Locations: Theater, Live-Clubs, Kinos, Kirchen, in Plattenläden und Ministerien, in Redaktionen, auf Schiffen und in den nächtlichen Straßen. 

Mitten unter den zahlreichen Gästen:
meine Wahlstuttgarter Mädels und ich


Nun hatten wir die Qual der Wahl. Während die einen lieber eine Stadtführung zur Geisterstunde gemacht hätten, wollten die anderen auf keinen Fall die Tanzaufführung des Stuttgarter Ballett verpassen. Die Vielzahl an Möglichkeiten überforderte uns schier. Jede Show lockt mit ihrem individuellen Charme.

Schließlich einigten wir uns zunächst auf das Singer-Songwriter-Programm "Heidi Frank Trio" im Café Künstlerbund am Schlossplatz. Mit Trompete, Gitarre und selbstgeschrieben Songs, unterhielt das Trio die Zuhörer eine Stunde - zugegeben manchmal mehr schlecht als recht. 

So machten wir uns um 21:45 auf zum Keller Klub. Dort fand die Burlesque-Show "Kätzchenball" statt. Mit ihrer verrucht-schönen Show führten die Katzendamen uns in eine Zeit, als das Leben noch nach Zigaretten und Whisky schmeckte. 

Als nächstes nahmen wir den, extra für die Stuttgartnacht eingerichteten, Shuttlebus am Schlossplatz und fuhren nach Stuttgart Ost. Unser Ziel: Das Improtheater. Dort hatte das Publikum es selbst in der Hand. Drei Regisseure, drei Stile und drei improvisierte Geschichten - doch nur eine schaffte es, dank dem Applaus der Zuschauer, zum kompletten Theaterstück. Während der 60-minütigen Show konnten wir uns vor Lachen nicht mehr auf den Stühlen halten. Die Schauspieler drehten und wendeten die Geschichten oftmals so unerwartet, dass das Ende immerzu überraschte.


Meiner Meinung nach, war
das Improtheater 
auf meiner Tour
durch die Stuttgartnacht das Highlight. 


Zu guter Letzt, ließen wir den Abend im BIX am Leonhardsplatz ausklingen. The Marvels spielten 60s-Soul at its best: rough, energiegeladen und tanzbar. Bis zwei Uhr legten zusätzlich DJs aus ihrer erlesenen Soul-Funk-Plattensammlung auf. Leider endete der Abend für mich mit der letzten U-Bahn - was dem Streik der GDL geschuldet war. 

Und was kostet der Spaß?


Die Tickets kosten im Vorverkauf 15 Euro und an der Abendkasse 17 Euro. Veranstalter ist das Stuttgartmagazin LIFT. Das Ticket gilt für alle beteiligten Kultureinrichtungen und die SBB-Shuttle-Busse. Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt. 

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